Jahresbericht 2010
über die Erfüllung des Stiftungszwecks
- Die in diesem Bericht genannten Aktivitäten wurden aus Kapitalerträgen und Rücklagen finanziert, Spenden sind nicht zugeflossen; auch die Eintragung in die Bußgeldliste beim Präsidenten des Amtsgerichts Tiergarten hat keinen Erfolg gebracht.
- Unsere Aktivitäten im Jahre 2010 konzentrierten sich auf Indien (Aufwendungen 5.659,22 €), Kolumbien (Aufwendungen 2.931,41 €) , Uganda (Aufwendungen 6.350,00 €) und ab Dezember 2010 auch auf Afghanistan (bisher keine Kosten).
- Hinsichtlich der Unterhaltung "unseres" Kindergartens in Manipur ergaben sich Schwierigkeiten durch einen Wechsel in der Leitung unseres ursprünglichen örtlichen Partners (Sustainable Development Centre - SDC ). Die neue Leitung wollte für den Kindergarten zusätzlich zum ursprünglichen Personal einen "Direktor" und einen "Buchhalter" beschäftigen; dies war aus Kostengründen für uns nicht akzeptabel. Inzwischen sind diese Probleme mit Hilfe von Herrn U. Nobokishore Singh, Sekretär der United NGOs Mission – Manipur -, UNM-M, der auch die Einrichtung des Kindergartens gefördert hatte, behoben. Der Kindergarten wird jetzt von der Women Action for Development – WAD -, Manipur geleitet. Aus Anlass einer Veranstaltung zum Thema Menschenrechte in den indischen Sondergebieten Manipur und Orissa fand in Berlin ein Treffen mit Herrn U.Nobokishore Singh und Damen und Herren des Evangelischen Entwicklungs- dienstes (EED) und anderer Organisationen statt. Die dort beschriebenen Probleme haben uns bewogen,an den Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle einen Brief zum Thema Menschenrechte in Indien zu schreiben, der auch positiv beantwortet wurde.
- Zum Aufenthalt der Kolumbianerin Yury Tatiana Moncayo Cabrera in Berlin wird auf den Vorjahresbericht verwiesen. Die lange erwartete Freilassung ihres Bruders Pablo Emilio Moncayo Cabrera nach über 12jähriger Gefangenschaft bei den FARC geschah am 30. März 2010 in Florencia (Caquetá). Der Vorgang fand auf dem militärischen Teil des Flughafens statt. Anwesend waren alle wichtigen Radio- und TV-Anstalten Kolumbiens und Venezuelas, viele prominente Politiker, Aktivisten der "Colombianas y Colombianos por la Paz", Angehörige von vermissten oder noch gefangenen Opfern sowie "Delegationen" aus Frankreich (Präsident der Fédération International des Comités Ingrid Betancourt [jetzt…..de Libertad]) und Deutschland (Vorsitzender unseres Stiftungsrats). Die Zahl der teilnehmenden Personen wäre ungleich höher gewesen, wenn die Gefangenenübergabe statt im abgelegenen Florencia in Bogotá erfolgt wäre. Florencia ist mit nur einem täglichen Flug zu erreichen; eine strenge Eingangskontrolle ließ außerdem nur listenmäßig erfaßte Personen passieren. Es würde zu weit führen, die einzelnen Aktivitäten des Stiftungsratsvorsitzenden während seines Aufenthaltes in Kolumbien (u.a.Interviews mit Journalisten, Radio- und Fernsehanstalten) hier detailliert aufzuführen.
- Wie bereits im Vorjahresbericht erwähnt, wurde über einen Entwicklungshelfer der Kontakt zu dem Schulverein Uganda e.V. in Rostock (ab 01.09.2011 in Potsdam) hergestellt, der in Entebbe die "German Secondary School" betreibt. Hierbei handelt es sich um eine nach ugandischem Recht bestehende Schule, die einer deutschen Oberschule bzw. einem Gymnasium vergleichbar ist. Diese Schule, in der auch Deutsch gelehrt wird, besteht bereits seit 2008 (in gemieteten Räumen). Der Unterricht findet seit Januar 2011 in dem neuen Gebäude statt, obwohl dieses noch nicht ganz vollendet ist. Wir haben den Schulneubau mit einem für afrikanische Verhältnisse hohen Betrag gefördert (ausreichend für den Bau eines Klassenraumes, der auch nach unserer Stiftung benannt wurde), um einen schnelleren Bauabschluss zu ermöglichen. Wesentlich für uns war der Umstand, dass Mädchen und Jungen aller Stämme und Konfessionen Zugang zu der Schule haben.
- In Uganda haben wir auch die Idee eines "Friedensbaumes" verwirklichen können. Es handelt sich um einen schnell wachsenden "Regenschirmbaum" im Garten der Schule, der später Schatten für friedliche Versammlungen spenden soll. Der junge Baum wird statt von einem Pfahl von Gewehren gestützt. Das soll die Idee symbolisieren, Waffen nicht zum Töten, sondern zum Schutz des Lebens zu verwenden (ähnlich wie "Schwerter zu Pflugscharen" und der verknotete Revolver, die beide weltbekannt sind, sowie César López' "Kalaschnikows zu Gitarren"). Zur Information für Leute, die diese Symbolik nicht sofort erkennen, gibt es Hinweistafeln in 4 Sprachen (Englisch, Luanda, Deutsch und Spanisch). Wir hoffen, dass bei der im Jahre 2011 stattfindenden Einweihung der Schule durch Presse und Fernsehen eine über Uganda hinausreichende Aufmerksamkeit erzielt wird.
- Abschließend ist noch anzumerken, dass wir nach der Devise "Steter Tropfen höhlt den Stein" zahlreiche Briefe und E-Mails an prominente Personen geschrieben haben, in denen wir z.B. auf Mißstände im Frauengefängnis "Buen Pastor" für politische Gefangene in Kolumbien, in einem Frauengefängnis in Afghanistan und Menschenrechtsverletzungen in Indien hingewiesen haben.
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Wolfgang Hübner
Gemeinnützige Dr. Heinz Umpfenbach und Wolfgang Hübner Friedens-Stiftung